Nachhaltigkeit

Bitumen wird seit Jahrtausenden als Bauprodukt verwendet. Es ist zu 100 % wiederverwertbar und die Recyclingquote ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. 2013 wurden in Europa fast 50 Mio. Tonnen Asphalt recycelt. Die Quote variiert von Land zu Land und beträgt bis zu 85 %.

Der Einsatz von aufbereitetem Ausbauasphalt – Reclaimed Asphalt Pavement (RAP) – als Bestandteil von neuem Asphalt ist gängige Praxis. Die technischen Spezifikationen der jeweiligen Asphaltmischgüter geben den zulässigen Anteil des härteren, ausgebauten Bitumens und die erforderlichen Berechnung vor.

Straßen können nach zwei Methoden wiederverwendet werden:

  • Vor Ort: Das vorhandene Material wird aufbereitet und beim Aufbau der neuen Struktur direkt verwendet.
  • Zentral: Das ausgebaute Material wird in ein Asphaltmischwerk transportiert, wo es neuem Asphalt beigemischt wird.

Die Verringerung von Abraum und Abfällen und die Erhaltung nicht-erneuerbarer natürlicher Ressourcen (Mineralstoffe und Bitumen) sind nachhaltig und schonen die Umwelt.

Die Bedeutung des Umweltschutzes und die möglichen Auswirkungen von Produktion und Konsum führen zu steigendem Interesse an der Entwicklung wissenschaftsbasierter Methoden, mit denen sich die Nachhaltigkeit von Produkten besser erfassen und vergleichen lassen.

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Umwelt

Luft

Bei der Herstellung von Bitumen werden dem Einsatz Moleküle mit niedrigerem Siedepunkt entzogen. Deshalb treten unter normalen Einsatzbedingungen des verbleibenden Bitumens keine Emissionen auf. Bei üblichen Umgebungstemperaturen sind keine Emissionen aus Bitumen nachweisbar.

Wasser und Boden

Bitumen ist ein reaktionsträges, wasserunlösliches Material. Es findet unter anderem in der Befestigung von Trinkwasserspeichern oder Trinkwasserrohren Verwendung. Rückhaltebecken werden häufig mit Bitumen abgedichtet, um ein Eindringen flüssiger Abfallstoffe in den Boden zu verhindern. Auch die Abdichtung von Sondermülldeponien erfolgt mit Bitumen, sodass kein Regenwasser durch den Müll und in das Grundwasser sickern kann.

 

Böden und Vegetation werden durch Bitumen nicht verändert. Darum werden 90 % aller Wege mit Asphalt gebaut. Das ermöglicht Freizeitaktivitäten im Grünen ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Natur. Im Pflanzenbau wird Bitumen als Mulch eingesetzt, um Wasser länger im Boden zu halten und so das Wachstum zu verbessern oder auch zur Abdichtung von Tontöpfen für Setzlinge.

Die Eurobitume Lebenszyklusanalyse

Die Lebenszyklusanalyse (LCI) von Bitumen ist eine „Cradle-to-Gate“-Studie, die alle Bereiche von der Erdölförderung, über den Transport nach Europa via Pipeline und Schiff, die Bitumenproduktion in der Raffinerie und die heiße Lagerung des Produktes abdeckt. Sie berücksichtigt auch den Bau der Produktionsanlagen (Infrastruktur).

Die Lebenszyklusanalyse dokumentiert die Arbeit der Projektgruppe und enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Für LCI-Spezialisten stellt Eurobitume auch die detaillierten Ergebnisse, die nach dem Ecoinvent-Standard ermittelt wurden, zur Verfügung.